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Sonneninsel Gotland

Sonneninsel Gotland
Flagge von Gotland

Mit etwa 160 Kilometer Länge und 25 Kilometer Breite stellt Gotland die größte Insel in der Ostsee dar. Die Insel hat im Sommer nahezu subtropisches Klima, so wachsen dort Weintrauben, Pfirsiche und Maulbeerbäume. In den Sommermonaten erreicht Gotland eine Sonnenscheindauer von ca. 330 Stunden im Monat. Nennen Sie einmal in Deutschland ein Gebiet - den Kaiserstuhl einmal ausgenommen - wo Sie eine ähnlich hohe Stundenzahl an Sonnenschein erwarten können.

Sie sehen, man darf Schweden nicht nur mit Kälte, Schnee und schlechtem Wetter in Zusammenhang bringen.

Apropos Wetter: Es gibt kein schlechtes Wetter, sondern nur schlecht angezogene Leute!

Sie erreichen eine vergrößerte Bilddarstellung, wenn Sie mit einem Mausklick ins Bild klicken!

Sonneninsel Gotland

Almendalen in Visby

Vom einstigen Hafen im Mittelalter ist nicht viel übriggeblieben, inzwischen ist er verlandet und man hat einen hübschen Park daraus gemacht.

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Stadtmauer in Visby

Die mächtigen Stadtmauern in Visby wurden im Jahre 1270 zum Schutze der Stadt vor der einheimischen Bauernbevölkerung errichtet. Bauern wie Stadtbevölkerung trieben Fernhandel, da blieben Rivalitäten und Spannungen nicht aus.

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Raukfeld in Lergrav

Das Raukfeld in Lergrav gehört mit zu einem der größten in Gotland. Ursprünglich standen diese Rauken im Meer, also ein deutliches Zeichen, dass die Küstenlinie ehemals weiter innerlandes war.

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Alter Schafstall auf Fårö

Nur noch sehr selten sieht man sie, die alten gotländischen Schafställe. Vereinzelt sind sie jedoch noch auf Fårö anzutreffen. Die aufgesteckten Birkenreisigwedel sind wohl heidnischen Ursprungs zu deuten und sollten Unglück und Katastrophen fernhalten.

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Gotländisches Schaf

Die Hörner der gotländischen Schafe sind heute weitgehend wegezüchtet. Sieht man aber noch ein Schaf mit Hörnern, so kann man sagen, dass man die alte Rasse an gotländischen Gutefår vor sich hat.

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Fischerdorf Helgumanen auf Fårö

Ein altes Idyll an Fischerdorf wie man es wohl kaum noch einmal findet. Das Fischerdorf ist noch intakt und wird für Fischfang genutzt. Sogar einen eigenen Brunnen besitzt die Anlage, der noch einwandfreies Trinkwasser liefert.

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Altes Boot im Fischerdorf Helgumanen auf Fårö

.... es hat seine Schuldigkeit getan und hat ausgedient!

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St. Olafshund

St. Olafs Hund oder das St. Olafstor. St. Olaf war der Heilige, der im skandinavischen Raum die Christianisierung einführte.

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Kirche von Gothem

Die Kirche von Gothem gehört mit zu den größten, aber auch sehenswertesten Kirchen Gotlands. Ältester Teil ist der Chor und das Langhaus, beide datiert man ins 13. Jh.

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Kanzel in der Kirche von Gothem

Die Kanzel ist im Jahre 1709 entstanden. Bemalt wurde sie von dem einheimischen Künstler Johann Hernell.

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Chorgestühl in der Kirche von Gothem

Die prächtige Chorbank kann man schlichtweg als Kleinod des Mittelalters bezeichnen, sie stammt aus dem 13. Jh.

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Malerei auf den Kirchenbanktüren in Gothem

Eine ungewöhnlich hohe Qualität weisen die Malereien auf den Kirchenbanktüren auf. Sie sind in den Jahren 1680 mit allegorischen Figurenbildern bemalt worden.

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Die Kirche von Martebo

Die Kirche aus dem 14. Jh. gehört kunsthistorisch zu den wichtigsten Kirchenbauten auf der Insel Gotland. Alle gotischen Portale sind mit schönen Kapitellbändern versehen.

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Kapitellband am Portal der Kirche von Martebo

Das Relief stellt die Szene "Christus im Totenreich" dar. Der Teufel, großformatig abgebildet, liegt gefesselt mit einem Schloss versehen am Boden. Gleich daneben, das weit aufgerissene Maul eines Untiers, dass das Totenreich symbolisieren soll.

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Taufstein in der Kirche von Martebo

Die Taufsteine in den mittelalterlichen gotländischen Kirchen konnten sehr verschiedenartig sein. Den hier gezeigten Taufstein ordnet man unter die Paradiestaufbecken ein. Mit Paradiestaufbecken ist der geschwungene Beckentyp gemeint.

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Innenraum der Kirche von Martebo

Das Langhaus hat keinen Mittelpfeiler, den enormen Druck des Gewölbes auf die Außenmauern hat der Baumeister mit einer kühnen Konstruktion gemeistert. Die Außenmauern neigen sich leicht nach innen. Durch diese bauliche Maßnahme war ein Mittelpfeiler überflüssig. Die Gewölbehöhe beträgt 12 Meter.

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Flachrelief an der Kirche in Gröttlingbo

Geradezu legendär und im weiten skandinavischen Raum bekannt, das Flachrelief der zwei streitenden Wikingerkrieger, das in einfacher heraldischer Darstellung wiedergegeben ist. Man schreibt die Arbeit dem anonymen Steinmeister Sigraf zu.

Kirchgang im Mittelalter

Auf der Insel Gotland gibt es eine stattliche Zahl an mittelalterlichen Kirchen, die weitgehend alle äußerst gut erhalten sind. Von den Wohnhäusern und Palästen der Fürsten und Regenten kann man dies nicht behaupten. Als Erklärung kann man wohl davon ausgehen, dass man vor den Gotteshäusern letztendlich doch Achtung und Ehrfurcht hatte, und dass man vor einer Brandschatzung im letzten Moment wohl doch zurückschreckte. Dementsprechend wurde der religiöse Kult dann auch gepflegt.

Waren die Wikinger auch ein noch so kriegerisches und wildes Volk, so pflegte man den Kirchgang. Die Kirchenbesucher unterstanden einer strengen Sitzplatzanordnung. Personen und Familien mit dem höchsten Ansehen waren in der ersten Reihe platziert. Die weitere Vergabe der Bankreihen erfolgte dann in einer Abstufung von Rang und Ansehen des Einzelnen oder der jeweiligen Familie. Oft gab es Streit über die Sitzordnung. Zu häufig beklagten sich doch Personen darüber, dass sie gemäß ihres Standes und Ansehens doch eigentlich viel, viel weiter vorne sitzen müssten.

Unter den Kirchgängern befand sich auch ein Mann, der so ganz und gar nicht zu den übrigen Kirchgängern passen wollte. Es war der Kyrkstötman, zu Deutsch der Kirchstoßmann. Allein schon seine Kleidung mit seinem weit wallenden Mantelumhang unterschied ihn deutlich von den übrigen Gläubigen. Noch etwas war auffällig und erregte die Aufmerksamkeit, ein etwa 3 m langer Stab, den er stets in der Hand trug. Unablässig beobachtete er die Andächtigen und wandelte an den Sitzbänken vorbei. Geschah es nun einmal, dass einer der Anwesenden nicht so ganz bei Andacht und Glauben war oder gar ein kleines Nickerchen einlegte, so bekam er vom Kyrkstötman mit dem langen Stab einen kurzen, aber kräftigen "Stöt" oder zu Deutsch einen Stoß, daher die Bezeichnung Kyrkstötman. Einmal derart über eine solche wüste und unwirsche Behandlungsmethode aufgeschreckt und wieder auf Habacht und Vordermann gebracht, nahm der säumige Gläubige sofort an Andacht und religiöser Zeremonie wieder teil. Ordnung musste ja wohl auch sein, schließlich befand man sich in einem Gotteshaus und Andacht war angesagt!

Noch eine Besonderheit kann man in den mittelalterlichen Kirchen auf Gotland noch heute sehen, das sogenannte Stundenglas. Bei dem Stundenglas handelte es sich schlicht und einfach um eine Sanduhr. Sie war für den Pfarrer gedacht, der seine Predigt von der Kanzel hielt. Die während der Predigt ingang gesetzte Sanduhr sollte ihn ständig über seine noch verbleibende Zeit zur Predigt erinnern.

Manchmal schweifen mir die Gedanken ab. Kyrkstötmann ...., könnte ich mir gut als Beruf vorstellen, wäre sicher mein Traumberuf!

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Bildsteine in Änge

Bemerkenswert an diesen Bildsteinen in Änge ist, dass sie sich noch am gleichen Ort befinden, was heute nur noch sehr selten der Fall ist.

Sonneninsel Gotland

Rekonstruktion eines Hauses aus der Eisenzeit

In Gervide hat man einmal den Versuch unternommen, auf den vorgefundenen Steinfundamenten ein Haus aus der Eisenzeit zu rekonstruieren. Über das Mobiliar in der damaligen Zeit ist so gut wie nichts bekannt. Denkbar sind wohl viele Schlaf- und Liegestätten.

Sonneninsel Gotland

Eiche von Alva

Die 500-jährige Eiche wurde bereits 1741 von Carl von Linnè in seinen Reiseschilderungen erwähnt. Er notierte damals einen Baumumfang von 10 Alnar gleich 6 Meter. Weiter schrieb er, die Höhe des Baumes war 37 Alnar gleich 22 Meter. Der Durchmesser der Baumkrone war 44 Alnar gleich 25 Meter. Heute hat der Baum einen Umfang von 8 Meter.

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Sanddüne Ullahau

Lange Zeit konnte man diese Wanderdüne und ihre Fortbewegung nicht in den Griff bekommen. Erst durch vermehrte Anpflanzungen konnte man die Fortbewegung - 3 m pro Jahr - stoppen.

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Frauenschuh

Gotland ist auch Orchideenland! So wachsen auf der Insel 36 verschiedene Orchideenarten. Für Skandinavien äußerst erstaunlich.

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Hügelgrab Majesterroir

Das Hügelgrab zählte mit zu einer der Bestattungsformen in Gotland. Die Ausbuchtung in der Mitte des Hügels ist ein deutliches Zeichen, dass die Grabkammer eingestürzt ist.

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Geöffnetes Hügelgrab bei Kauparve

Wie so ein Hügelgrab wohl im Inneren ausgesehen haben mag bzw. seine Konstruktion war, kann uns anschaulich die archäologische Ausgrabung bzw. Freilegung eines Hügelgrabes bei Kauparve nahe bei Lärbo vermitteln.

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Freigelegtes Hügelgrab bei Kauparve

Deutlich sieht man die eigentliche Grabkammer um deren Mauern in einigem Abstand eine ringförmige Stützmauer gezogen ist. Der Zwischenraum wurde dann später mit Steinen aufgefüllt.

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Tjelvars Grab

Eine weitere Bestattungsform war die Schiffssetzung. Für die Wikinger war das Schiff ein zentraler Punkt im Leben, so wundert es auch nicht, dass der Tote mit einem Schiff in die Walhalla (nord. Totenreich) fahren sollte. Die Schiffe sind alle stets in Nord/Südrichtung ausgelegt (Die Wikinger vermuteten das Totenreich im Norden).

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Rannarve

Eine Schiffssetzung mit gleich mehreren Schiffen können wir in Rannarve bei Klintenhamn bewundern. Steven an Steven segeln vier Schiffe in gerader Linie nacheinander in Nordrichtung. Die Schiffe sind alle gleich groß, und zwar 9 Meter lang und 5 Meter breit. Der größte Stevenstein hat eine Höhe von 2 Metern.

Schiffssetzungen

Im weiten Ostseeraum stößt man immer wieder auf - von Menschenhand angelegte - eigenartige Steinformationen. Es sind Schiffssetzungen (schwed. Skeppssättning). Die Funde der Schiffssetzungen erstrecken sich überwiegend auf den skandinavischen Raum, jedoch gibt es auch Funde neben Bornholm (Dänemark), Ålandinseln (Finnland) auch noch vereinzelt im Baltikum und Russland). Die ersten und somit ältesten Schiffssetzungen stammen noch aus der Bronce- und frühen Eisenzeit, also v. Chr. Geburt. Erst viel später entstand noch eine weitere Art, die der Wikingerzeit zuzuordnen ist.

In den meisten Fällen bestanden die Schiffssetzungen aus hoch aufgerichteten Steinen, auch Findlinge noch genannt. Stets nahmen diese Formationen die Form eines Schiffes ein. Bug und Heck waren - zwecks besserer Symbolik - mit höheren Steinen besetzt. Auf die Mitte des Schiffskörpers hinlaufend, fielen dann die Steine größenmäßig in ihrer Höhe etwas ab. Eines hatten jedoch alle Schiffssetzungen gemeinsam, Bug und Heck waren immer in Nord/Süd Richtung ausgerichtet.

Bei den Schiffssetzungen handelte es sich um eine Bestattungsform und kam nur den Fürsten und Häuptlingen zugute. Im inneren Raum befand sich eine Steinkiste, in deren Innenraum persönliche Dinge des Verstorbenen, aber größtenteils Waffen beigegeben wurden. Das Schiff bildete für die Wikinger in ihrem Leben einen zentralen Mittelpunkt. Insofern war man auch der Meinung, dass der Verstorbene mit dem Schiff ins Totenreich heimfährt. Die Wikinger vermuteten die Walhalla (nord. Totenreich) im Norden, daher auch die Ausrichtung Süd/Nord der Schiffe.

Die größte vorgefundene Schiffssetzung ist Ales Stenar und befindet sich bei Kasberga in Schweden. Mit insgesamt 59 Steinen ist hier ein Schiff nachgebildet mit einer Länge von 67 m und einer Breite von 19 m (mittig). Am Bug nimmt der Stevenstein die Höhe von 3,3 m ein, während das Heck noch mit einem Stein von 2,5 m ausgebildet ist. Die Längen- und Breitenmaße entsprachen weitgehend den Proportionen der tatsächlichen Wikingerschiffen. Bei der Schiffssetzung von Ales Stenar handelt es sich aber nicht um eine Grabform, sondern vielmehr stellt die Formation in Ost/West die Richtung des Sonnenaufgangs bzw. des Sonnenuntergangs dar. Bei den Schiffssetzungen war es nicht so, dass nur immer eine Schiffssetzung erfolgte. So gibt es auch Anordnungen, wo Steven an Steven mehrere Schiffe "im Verbund segeln". z. B. Ranarve in Gotland (vier Schiffe in einer Reihe) oder Anunshög im Värmland.

Über die Bedeutung und Art der mehreren hintereinanderliegenden Schiffe haben die Archäologen noch keine überzeugende Antwort. Denkbar ist, dass es sich um eine Familienbestattung handelte.

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Trullhalsar

Es gab viele Bestattungsformen, so wie hier die Richterringe. Es wurde aber hier nicht gerichtet, sondern vielmehr wollte man die Form richten, also "errichten" soll hier zum Ausdruck kommen.

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Radkreuzgrab bei Stenkyrka

Nahe bei Stenkyrka befindet sich ein sogenanntes Radkreuzgrab von etwa 17 Metern Durchmesser. Der äußere Rand ist in zwei Reihen Steinen von gleicher Größe ausgelegt. Zwischen diesen Steinen und in der Nähe der Nabe des Rades, die mit einer niedrigen Steineansammlung gebildet ist, sind Y-förmige "Speichen" aus kleinen Steinen gelegt.

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Sigsarve

Ein wunderschönes Plätzchen mitten in Natur und Einsamkeit. Man kann meinen, man wäre bereits im Paradies, Menschen findet man hier so gut wie keine.

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Pfarrhof St. Bringes

Man weiß nicht so genau wie dieses Gebäude einmal ausgesehen hat. Zumindest weiß man, dass es sich um ein dreistöckiges und sehr stattliches Gebäude gehandelt hat. Warum zwar die mittelalterlichen Kirchen weitgehend gut erhalten sind, aber die Herrschaftshäuser so gut wie gar nicht, darüber haben die Archäologen keine eindeutige Erklärung sondern nur Mutmaßungen.

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Langhammars

Eine ganz besondere Szenerie ist im Naturschutzgebiet Langhammars entstanden. Es sind stehengebliebene Rauken nachdem sich die Küstenlinie zurückgezogen hat. Mit etwas Fantasie kann man sich die reinsten Figuren und Gestalten vorstellen. Auf jeden Fall, ein leichter Hauch Osterinsel weht herüber.

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Fiskegränd in Visby

Die schmalen und winkligen Gässchen sind oft mit Rosen gesäumt und laden immer wieder zu einem Besuch ein.

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Kalkbrennofen Barläst

Es gab unterschiedliche Typen an Kalkbrennöfen. Soll heißen: Man konnte einen Ofen entweder von oben oder unten beschicken. Das Bild zeigt einen Kalkofen, der von oben beschickt wurde. Der gebrochene Kalkstein mußte hier über eine hölzern gebaute Rampe zum Beschicken von oben eingebracht werden.

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Bläse Kalkbruk

In Bläse Kalkbruk weist ein Kalkbrennerofen auf eine frühzeitliche Industrie hin. Heute als Museum umfunktioniert, gibt uns die Einrichtung ein eindrucksvolles Zeugnis eines ehemaligen Gewerbes.

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Ladeluke in einem Kalkbrennerofen

Ein Brennvorgang dauerte etwa 2 x 24 Stunden. Man benötigte hierfür eine konstant gehaltene Temperatur von 1200 °C.

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Spielmannshof Fleringe

Im Jahre 1781 erwarb Lars Olofsson diesen Bauernhof. Sein ältester Sohn Olof, Grodd-Ole genannt, übernahm den Hof vom Vater. Spätestens ab diesem Zeitpunkt begann dann die Ära als Spielmannshof. Das Haus fungierte aber nicht nur als Bauernhof sondern war auch Gasthaus. Mit Landwirtschaft hatte Grodd-Ole nicht viel im Sinn, wann immer auch Gäste im Haus waren, nahm Grodd-Ole seine Musikinstrumente und spielte auf.

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Musikinstrument im Spielmannshof Fleringe

Grodd-Ole war ein guter Violinspieler und geradezu virtuos auf der Drehleier. Noch zwei Söhne hatte Grodd-Ole, beide waren wie der Vater Spielleute.

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Stube im Spielmannshof Fleringe

Durch die Fortsetzung und Pflege der Spielmannstradition durch die Söhne Grodd-Ole´s kam es, dass sich der Hof für annähernd 100 Jahre zum Mittelpunkt des Spielmannslebens entwickelte.

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Strandritterhof Kyllaj

Einen sehenswerten alten Strand-Ritterhof aus dem 18. Jh. sieht man bei Kyllaj. Strandritter oder auch Strandvögte nannte man die Zollbeamten der Stadt Visby, deren Aufgabe es war, die Aufsicht und Kontrolle über einen jeweiligen Küstenabschnitt auszuüben. In dem hier gezeigten Hof wohnte der Strandritter Johan Ahlblom.

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Roter Saal im Strandritterhof Kyllaj

Zwar war es ein Privileg der Strandritter, dass die Bevölkerung für Logie und Unterkunft der Strandritter zu sorgen hatte, aber John Ahlblom war der zugewiesene Hof zu trist und zu einfach, sodass er sich mit Kyllaj seinen eigenen Strandritterhof schuf.

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Barocker Wandschrank im Strandritterhof Kyllaj

Prunkstück des Hauses ist der alte barocke Wandschrank. Die eingravierten Initialien J. A. B. und E. M. S. bedeuten Johan Ahlblom und Elisabeth Malmsten seiner jungen Frau. Die eingravierte Jahreszahl ist der Hochzeitstag der beiden.

Fähre nach Fårö

Will man einmal von der Hauptinsel Gotland auf die Schwesterinsel Fårö übersetzen, so nimmt man mit Erstaunen zur Kenntnis, dass eine Überfahrt, sowohl für Personen als auch die Mitnahme von Fahrzeugen unentgeltlich geschieht. Im ersten Moment überrascht dies, zumal doch in der heutigen Zeit so gut, wie nichts mehr gratis ist und für die kleinsten Dienste bezahlt werden muss.

Auf meine Frage vor Ort in Fårösund an Einheimische, warum dieser Dienst unentgeldlich sei, bekam ich die entwaffnende Antwort: JAAA, das weiß ich auch nicht, aber es ist schon immer so gewesen! Ich gab mich mit dieser Antwort nicht so ganz zufrieden und stellte eigene Erkundigungen an und erfuhr Erstaunliches. In der ganzen Angelegenheit steckt ein tiefer sozialer Gedanke, und zwar: Während die Bewohner der Hauptinsel allen Freuden, Feiern, kulturellen Anlässen (Konzerte, Theater) und Besorgungen frei von zeitlichen Zwängen nachgehen können, ist dies für die Bewohner der Schwesterinsel mit erheblichem Aufwand verbunden, eingeengt von einer Zeittabelle und natürlich auch mit zusätzlichen Geldausgaben. Das - so die Denkart der Schweden - entspricht nicht einer sozialen Gerechtigkeit und stellt gewissermaßen eine Benachteiligung der Bewohner Fårös dar. Um diese Schärfe abzumildern, hat man diesen Fährdienst dann gesamt als unentgeltlich in die Öffentlichkeit gestellt.

Ist dies nun schon recht gewaltig an sozialem Denken, so war man der Meinung, dass hier noch nicht zu Ende gedacht sei, soll heißen: was ist, wenn die letzte Fähre um so und soviel Uhr fährt. Ein Theaterbesuch oder Konzertbesuch ist somit letztendlich doch nicht so vollgültig möglich, auch eine Geburtstagsfeier oder Ähnliches kann rasch im Aufbruch sein, alles mit dem Hintergedanken, die letzte Fähre fährt dann und dann. Um es auf den Punkt zu bringen: Sie können nach Hause fahren oder von ihrer Feier Abschied nehmen, wann sie wollen, eine Überfahrt zu jeder Stunde in der Nacht ist Ihnen garantiert. Zwar fährt die Fähre nicht rund um die Uhr, aber zumindest ist das Hafenpersonal in Fårösund auf "Stand by" und Sie können die Fähre anfordern, auch von der gegenüberliegenden Seite, wo kein Hafendienst stattfindet, ganz egal von welcher Seite. Man wünscht jedoch, dass in einem solchen Falle, das Hafenpersonal informiert wird bzw. die Fähre vorbestellt wird.

Wie gesagt, der ganze Dienst ist unentgeltlich - auch für Touristen - doch es könnte sein, dass hier in absehbarer Zeit eine Änderung eintrifft und Touristen zur Kasse gebeten werden, denn ursprünglich ist dieser Dienst ja für die Bewohner Gotlands und Fårös vorgesehen. Der schwedische Staat hat zwar mehrfach schon den Bau einer Brücke über den Fårösund (ca. 1300 m) angeboten, aber die Bewohner Fårös lehnen dies aufs Allerheftigste ab. Sie sind der Meinung, dass die Insel bereits jetzt schon durch die vielen Besucher ökologisch am Rande des Zumutbarem ist. Bei einer Brücke würde dann nur noch ein massenhafter Besucherstrom einsetzen und das ökologische Gleichgewicht aufs empfindlichste stören und irreparable Schäden die Folge sind.

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Raukfeld beim Strandritterhof Kyllaj

Die Umgebung des Strandritterhofes Kyllaj ist überaus schön und reizvoll. Selbst Carl von Lineé verweilte hier gerne. Ihm zu Ehren wurde die Anhöhe als Lineé-Anhöhe benannt.

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Julmännengrab

Neben einer, in einer Reihe von sieben hintereinander liegenden Steinen, verblüffen ganz besonders diese Steine. Alle habe sie eine durchgezogene Rinne mit mehreren Schalenvertiefungen, also rund eingeschliffene Gruben. Archäologen haben hierfür noch keine Deutung und Erklärung. Man vermutet, dass es sich hier um Opfersteine gehandelt hat. Doch, was wurde hier geopfert? Menschen oder Tiere? Machte man die Schalenvertiefungen vor oder nach dem die Steine platziert wurden. Viele Fragen, aber keine Antworten!

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Mystische Schleifrinnen

Geradezu mystisch muten die Schleifrinnen in Gotland an. Archäologen haben bis heute keine überzeugende Antwort hierzu. Nahm man anfangs noch an, dass hier ehemals Schwerter geschliffen wurden - und dies auch wohlgefällig in die Geschichte der Wikinger paßte - so kamen dann mehr und mehr Zweifel auf. Zu exakt war das Schleifbild und darüberhinaus auch noch poliert.

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Kattlundssgård

Die mittelalterlichen Bauernhöfe waren mitunter wie eine Festung gebaut, davon kann man sich mit einem Blick auf die Schießscharten in den massiven Quadermauern überzeugen. Um keine Verwechslungen aufkommen zu lassen, mit Schießscharten sind nicht jene im Bild deutlich hervorkragenden Gebild gemeint. >>>> siehe hierzu Näheres beim nächsten Bild in einer Nahaufnahme.

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Balkenschutz beim Hof Kattlundsgård

Diese im ersten Moment eigenartigen Anordnungen sind nichts weiteres als quer eingezogene Balken, die zur Entlastung des mit Reet gedeckten Daches dienten. Um die Balken vor Witterung und Verfall zu schützen, wurden sie zusätzlich mit Holzkisten versehen. Weitere Schutzmaßnahmen waren die oberhalb der Balken angeordneten Plattendächer.

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Innenhof vom Kattlundsgård

Kattlundsgård war einst Hof des Thingrichters Bottolf Kattlund, hiervon rührt auch die Namensbezeichnung des Hofes her. Das Richteramt wurde in Gotland jahrhundertelang vererbt.

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Brunnenwinde im Kattlundsgård

Für einen gotländischen Bauernhof war es typisch, dass man auch einen eigenen Brunnen besaß. Mit dem hier gezeigten Brunnen schöpfte man das Wasser noch auf altertümlicheweise mit Brunnenwinde und Eimer.

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Gustavianisches Ausziehbett

Lassen Sie sich von den Proportionen des Bettes nicht täuschen. NEIN, so klein waren die Menschen damals nicht! Das Bett ist ein sogenanntes "Gustavianisches Bett", also ein Ausziehbett.

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Museumshof Pete´s Gård

Lange Zeit war der Hof im Privatbesitz der Apothekerin Ada Block aus Visby, die den Hof liebevoll pflegte und auch vorbildlich restaurierte. Heute befindet er sich im Besitz des Fornsalmuseums.

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Alte Stube in Pete`s Gård

Die Alte Stube war - im Gegensatz zur "Neuen Stube" - gewöhnlich der Raum in dem man sich alltags aufhielt. Diese Raumanordnung war nicht ungewöhnlich für die gotländischen Bauernhäuser.

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Neue Stube in Pete`s Gård

Die neue Stube war in den gotländischen Bauernhäusern immer der Raum, der bei Festlichkeiten, Besuch oder sonntäglich benutzt wurde. Man nannte sie auch noch die "gute Stube".

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Die Kirche von Öja

Die Kirche von Öja ist wohl einer der Höhepunkte eines Gotlandreisenden. Schon von weitem ist der hohe Kirchturm auszumachen. Seefahrern diente er einst als sichere Landmarke.

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Innenraum der Kirche von Öja

Im Inneren der Kirche trifft man auf einen Raum mit ornamental dekoriertem Gewölbe. Getragen wird das Ganze von vier Säulen. Prunkstück des Raumes ist das große Triumphkreuz. Der älteste Teil des Gotteshauses ist der Chor, der ins 13. Jh. datiert wird.

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Triumphkreuz in der Kirche von Öja

Mit einem Durchmesser von 6 Metern ist das Triumphkreuz das größte Triumphkreuz im gesamten europäischen Raum. Es ist nicht nur die Monumentalität, die hier an dieser Holzplastik besticht, sondern die filigranen Ausarbeitungen. Die Viertelkreise sind mit verzierten Rosen bestückt, die nur von rautenförmigen Bildern mit Vogeldarstellungen unterbrochen werden.

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Kirche von Vamlingbo

Die Landkirche von Vamblingbo hat auf den ersten Blick ein etwas merkwürdiges Aussehen. Das torsoähnliche Aussehen des Turmes rührt von einem Blitzschlag aus dem Jahre 1817 her, dafür besticht das Innere der Kirche mit außerordentlich schönen Wandmalereien.

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Kalkmalerei in der Kirche von Vamblingbo

Einzigartig und von gewaltiger Darstellungskraft "Die Seelenwanderung". Der Inhalt ist schwedische Legende. Eine Heerschar von >> 6666 Teufeln<< macht sich auf den Weg, um die Seele des sterbenden Kaisers Heinrich II. in Besitz zu nehmen. In einem packenden Kampf ziehen und zerren sie an den Schalen der Waage in der diie guten und bösen Taten sich die Balance halten.

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Laubwiese in Mästerby

Beim Anlegen der Laubwiesen war man stets darauf bedacht, ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Sonne und Schatten zu erreichen. Man bewerkstelligte dies damit, indem man die Bäume und Strauchgruppen in einem geschickten Schema anordnete, so dass sich ein abwechselndes Spiel zwischen Sonneneinstrahlung und Schatten einstellte.

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Idyll bei der Laubwiese Mästerby

Die Laubwiesen stellen heute ein einzigartiges Idyll für Menschen dar. Tiere und Pflanzen haben hier nahezu ein ungestörtes Dasein. Man kann beschaulich in Ruhe und Stille dort rasten.

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Bautasteine (Broojkar)

Bautasteine findet man recht häufig im skandinavischen Raum. Es sind schlanke aufrecht stehende Steine. Vereinzelnt kann man sie aber auch noch in Polen und England finden. Wohl ein "Mitbringsel" der seefahrenden Wikinger!

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Lojstahalle

Unmittelbar vor dem Lojstasee fand man ein Fundament eines Hauses aus der Eisenzeit. 1931 wurde es näher untersucht und einige Zeit später erfolgte die Rekonstruktion eines eisenzeitlichen Hauses.

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Innenraum der Lojstahalle

Über die Einrichtung des Hauses ist nichts bekannt. Insofern kann das abgebildete Mobiliar auch nur für eine Rekonstruktion herhalten.

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Kirche in Stånga

Im 14. Jh. wurde die Kirche von Stånga neu gebaut. Bis auf den Absidenchor wurde alles abgerissen Baumeister für den Neubau war der anonyme Steinmeister Egypticus. Der Turm gehört neben den Kirchen Öja, Dalhem und Rone zu den höchsten der Insel.

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Portal der Kirche in Stånga

Die Südfassade ist mit lebensgroßen Figuren bestückt, doch scheinbar sind sie planlos eingefügt worden. Sehr wahrscheinlich waren diese Skulpturen für ein anderes Portal oder eine andere Kirche mit größeren Dimensionen vorgesehen.

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Mittelalterliche Beschläge an der Kirche Stånga

Die Türbeschläge am Eingangsportal sind noch mittelalterlich. Links in Augenhöhe befindet sich ein altes Ellenmaß. Die "Stångaelle" dessen Inschrift folgendermaßen lautet: "Dies ist eine rechte gotländische Elle". Man muß dazu wissen: Im Mittelalter gab es immer wieder Streit über Maße und Gewichte, so konnte eine Elle unterschiedlich lang sein, um zu einem einheitlichen Ellenmaß zu kommen, wurde ein Ellenmaß proklamiert und für die Bevölkerung ganz öffentlich ausgehängt.

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Packhaus

Wie es im mittelalterlichen Handel wohl zugegangen sein mag, kann uns anschaulich das Forsalmuseum in Visby vermitteln.

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Küstenstraße nach Holburgen

Landschaftlich überaus reizvoll die Küstenstraße nach Holburgen.

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Trockenmauer an der Straße nach Holburgen

Mitunter sind es die reinsten Kunstwerke die aufgeschichteten Trockenmauern. Leider werden sie immer weniger, denn bei einem Verfall macht sich niemand mehr die Mühe sie wieder aufzuschichten.

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Der Holburgsgubben

Ein bizarres Felsgebilde tut sich bei Holburgen auf. Es ist der Holburgsgubben. Unschwer kann man die Silouhette einer Gestalt ausmachen. Mit Humor sagt man immer in Gotland, der meistfotografierteste Mann auf der Insel.

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Der Holburgsgubben

Übrigends ..., der meist fotografierteste Mann in Gotland.

Holburgsgubben

Der Holburgsgubben ist laut einer Sage ein Troll, der von einem armen Bauern zu seiner Hochzeitsfeier eingeladen wurde. Tatsächlich kann man mit ein wenig Fantasie einen mächtigen Kopf mit einer großen Nase erkennen. Ein leichtes spitzbübisches Lächeln um die Mundwinkel, die weit zurückwehenden Haare verstärken noch den Eindruck.

Der Einladung zur Hochzeitsfeier wäre der Holburgsgubben ja gerne nachgekommen, aber als er hörte, dass neben Christus und anderen Heiligen auch ein Trommler eingeladen war, schrie der Alte jäh auf und sagte seine Teilnahme ab. Seine Begründung hierzu lautete: Das sei der "Trommler des Herrn", jedes Mal wenn ich ihn traf, nahm er einen Hammer und schlug Wunden in meinen Körper.

Mit dem Trommler des Herrn ist der nordische Gott Thor gemeint, der Todfeind der Riesen. Für sein Fernbleiben bei dem Fest beschenkte der Troll den Bauern reichlich und ansehnlich und gab ihm so viel Gold, wie er tragen konnte.

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Mittelalterwoche

Einmal im Jahr lebt das Mittelalter in Gotland wieder auf. Es ist die Mittelalterwoche im August. Sieben Tage lang ist Jung und Alt auf den Beinen und schlüpft in die traditionellen mittelalterlichen Kleider.

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Flötenspieler

Einsamer Flötenspieler, aber trotzdem in voller Muße dabei.

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Bettlerin

Alles ist auf den Beinen, Musikanten, Gaukler auch Bettler und Bettlerinen fehlen nicht. Die Bettlerin wirkt hier so echt, am liebsten möchte man in die Tasche greifen und etwas geben.

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Die Ausgestossenen

Auch die Ausgestossenen haben ihren Platz, etwas scheu und zurückgezogen aber nicht minder an Vergnügen. Was die beiden aber so erheitert und was sie hier so tuscheln, meine sehr verehrten Damen und Herren, hier stößt meine Kamera dann aber an ihre Leistungsgrenze.

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Frau in mittelterlicher Tracht und Baby

Mittelalter macht durstig ....., sehr durstig!

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Stillende Frau im mittelalterlichen Gewand

.... und ist man noch kleiner, so trinkt man Flüßigkeit dann in anderer Form.

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Schiffssetzung in Djupvik

Archäologie

Auch wenn Sie des Öfteren Formulierungen gelesen haben wie,

.... das liegt geschichtlich noch im Dunkel!

oder

.... hier rätseln die Archäologen noch!

oder

...hierüber haben die Archäologen noch keine Deutung bzw. Erklärung!

so sollten Sie nicht ein Urteil haben, die Archäologie kann nichts in Schweden.

NEIN, das Gegenteil ist der Fall. Die Archäologie hat - insbesondere in den letzten Jahren - Gewaltiges geleistet in Schweden. Trotzdem - die obengenannte Formulierung sei mir gestattet - liegt eben doch noch vieles im geschichtlichen Dunkel. Eine Wissenschaft fühlt sich erst dann bestätigt, wenn sie gesicherte Beweise und unumstößliche Erkenntnisse hat. Dies ist aber in noch vielen Fällen nicht der Fall und bedarf noch weiterer genauer Analysen und Untersuchungen.

Geradezu kontrovers werden die Diskussionen über die Schleifrinnen geführt, die bisweilen bis in persönliche Anfeindungen ausarten. Neueste Untersuchungen haben jedoch ergeben, dass die Schleifrinnen wohl mit einem großen Pendel oder einem großen drehendem Rad erzeugt wurden. Mit modernsten Messmethoden konnte man anhand der Bogensehne der Schleifrinne auch den Durchmesser des Pendels bzw. Rades feststellen. Einwandfrei geklärt ist jedoch nur, dass die Schleifrinnen nicht von einer Tätigkeit des Schwertes schärfen kommt. Dafür sind die vorgefundenen Schleifbilder völlig anders als wie sie durch Wetzen von Klingen und Schwertern entstehen würden.