Wählen Sie bitte eine Sprache/Select a language!


Deutschland Großbritannien (UK) Schweden

Auf dieser Webseite sehen Sie Bilder von:
Island, Gotland, Rothenburg o. d. T., Bäume, Orchideen, Stadtansichten, Burgen, Landschaftsaufnahmen, Panoramaaufnahmen, Schlösser, Stillleben


Reiseinformationen über Island
Zollkontrolle, Furten,
Verpflegung/Essen,
Autofahren in Island,
Straßenkarten,
Straßenverhältnisse,
Hochlandrouten,
Camping und Zelten,
Pferdekauf in Island,
Mietauto, Isländische
Buchstaben auf dem PC,
Feiertage in Island


Geräte im Eigenbau
Hochstativ, modifizierter Winkelsucher Nikon D700, Blitzlichtschiene, Nodalpunktadapter


Fotopraxis
Bildsensor reinigen, Fotolinsen reinigen, Objektiv testen


Rund um den PC
Schwarzer Bildschirm
ATX-Netzteil prüfen
Arbeitsspeicher prüfen
Computer aufrüsten
Software rückstandsfrei löschen




Sie sind hier:  Islandinformationen  »  Furten

Furtüberquerungen in Island

Ein Furten von Gletscherbächen und Flussläufen ist stets mit Risiken verbunden, ganz gleich, ob man zu Fuß oder mit dem Auto unterwegs ist, ein Risiko ist immer da.

Als Wanderer sollte man nicht höher in einem Wasserstand als bis zum Oberschenkel furten, es sei denn, man hat ein ruhiges oder stehendes Gewässer vor sich. Auch sollte man die Rucksackriemen nicht zu fest geschnürt haben. Sie sollten so locker aufliegen, dass man in einem Gefahrenmoment des Wegrutschens im Wasser, sich auch blitzschnell aus den Riemen lösen kann. Wenn es einmal soweit ist, dass der Rucksack einen unter Wasser drückt, und man kommt dann nicht schnell genug aus der Gurtung heraus, kann man in eine sehr gefährliche Situation kommen. Bei stärkerer Strömung auch den Wasserlauf etwas schräg gegen die Strömung angehen. Nie die Strömung im Rücken haben.

Oft konnte ich sehen, wie Wanderer beim Durchqueren einer Furt, ihre Schuhe mit einem Schwung übers Wasser warfen und dann barfuß nachfolgten. Ahmen Sie diese "Weitwurftechnik" nicht nach, auch wenn sie noch so imponierend und gekonnt aussieht. Wenn Sie einmal zu kurz werfen ist der Schuh erst einmal nass, im schwerwiegenderem Falle kann er vom Gletscherfluss mitgerissen werden und Sie können ihm dann nur noch nachblicken. Das Risiko eines etwaigen Verlustes seines Schuhwerkes ist einfach viel zu groß, auch wenn ihre Wurftechnik noch so gekonnt, ausgeprägt und ausgefeilt ist!

Als Autofahrer sollte man wissen, dass nicht nur die Wassertiefe wichtig ist, sondern vielmehr muss auch die Bodenbeschaffenheit im Wasser der Furt berücksichtigt werden. Ein sandiger oder kiesiger Grund kann recht heimtückisch sein. Ohne Allradfahrzeug ist da fast nichts zu machen. Ganz schlimm wird es gar, wenn Schmodder (Morast und Schlamm) auf dem Grund liegt, da kommen selbst Allradfahrzeuge in große Bedrängnis. Auch ist es immer wichtig, auch die gegenüberliegende Seite zu betrachten. Ist dort auch wieder eine Ausfahrtmöglichkeit vorhanden?

Ein Hineinpreschen mit dem Fahrzeug ins Wasser sollte man tunlichst vermeiden, denn genau dieses Hineinpreschen ist grundverkehrt! Während der Durchfahrt durchs Wasser nicht schalten, im steten niedrigen Gang vorwärts fahren.


Man ist gut beraten, wenn man sich von vornherein eine Wathose mitnimmt, und kann dann somit vor Ort und Stelle eine Begehung vornehmen. Derart ausgerüstet kann man dann sehr schnell sehen, welche Wassertiefe und welchen Untergrund man vor sich hat. Bereits vom äußerlichen Betrachten des Flusses kann man schon sehr viel erkennen. Wie sagen die Isländer immer so schön: "Man muss den Fluss lesen …."

Es ist aber Folgendes damit gemeint, ein trübes, bisweilen milchiges Wasser lässt auf einen Gletscherabfluss schließen, der dann auch viel Schlamm, Geröll und Sand mit sich führt, während ein klares Wasser zumeist aus einem Quell- oder Nebenfluss herrührt und weitgehend den Untergrund passabel lässt. Meistens ist der Wasserstand an einer Furt am frühen Morgen etwas niedriger als am Mittag oder Abend. Dies hängt damit zusammen, dass mit ansteigenden Tagestemperaturen der Gletscher mehr Schmelzwasser abgibt.

Wenn Sie eine Islandfahrt unternehmen und Sie die Absicht haben auch Furten mit dem Auto zu durchqueren, vergewissern Sie sich vorher genau, wo und in welcher Höhe der Luftansaugstutzen bei Ihrem Fahrzeug liegt, denn genau hier ist der größte Gefahrenpunkt. Der Auspuff ist nicht das Problem. Solange der Motor läuft, ist immer ein Überdruck da und wirft keine Probleme auf. Dringt aber einmal Wasser über den Luftansaugstutzen ein, so war`s das dann für Ihren Motor und er lebt fortan im Reich des Nirwana.

Im Zweifelsfalle, wenn Sie unsicher sind, die Furt zu bewältigen, kehren Sie lieber um, der Verlust Ihres Fahrzeuges wiegt weit höher. Riskieren Sie da nichts !